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Deutsche Übersetzung des Artikels von Mahdi Darius Nazemroaya

DER SYRISCHE GEHEIMDIENSTKRIEG – EINE GESCHICHTE ÜBER ZWEI GEHEIMDIENSTHAUPTQUARTIERE

Mahdi Darius Nazemroaya – Übersetzung Einar Schlereth

31. Juli 2012

Es passiert viel mehr im Syrien-Konflikt als sichtbar ist. Syrien ist gegenwärtig der Schauplatz eines kalten Krieges zwischen USA, NATO, Israel und dem Golf Kooperationsrat (GCC) auf der einen Seite und Russland, China, Iran und dem Widerstandsblock auf der anderen. Mitten im Kampf zwischen der syrischen Regierung und den anti-Regierungskräften findet auch ein intensiver Krieg der Geheimdienste statt.

Deutschlands Auslandsgeheimdienst, der Bundesnachrichtendienst (BND), hat mit dem Finger auf Al-Qaida wegen der Bombenattentate gezeigt. Dies hat jedoch den Effekt, die Rolle zu verbergen und von ihr abzulenken, die von den Geheimdiensten der USA und ihren Alliierten gespielt wird. Indem der BND die Al Qaida verantwortlich macht, kommen Washington und seine Alliierten ungeschoren davon. Auch wenn Al Qaida weit mehr als nur Instrument des US-Geheimdienstes ist, ist die Organisation und ihr Firmenname ein Allerweltsbegriff, der benutzt wird, um die Operationen der CIA und Tochteragenturen zu tarnen.

Syrische Intellektuelle und Wissenschaftler sind auch nachweislich in Damaskus ermordet worden. Wie in Irak und Iran ist es wahrscheinlich das Werk von Israels Mossad und Teil von Tel Avivs Politik, die wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte feindlicher Staaten zunichte zu machen. Informierte Quellen in Washington haben bereits klar gemacht, dass Israel der Freien Syrischen Armee (FSA) hilft und aktiv am Geheimdienstkrieg gegen Syrien beteiligt ist. Ein nicht genannter US-Beamter hat zu David Ignatius gesagt, dass sowohl die CIA als auch der Mossad in Syrien mitmischen. [1] Mit seinen Worten: „Zahllose israelische Geheimdienstler operieren an den syrischen Grenzen, aber sehr unauffällig.“ [2] Ein katarischer Deserteur hat in Venezuela berichtet, dass die Kataris geheimdienstlich Tätigkeiten für die CIA und den Mossad übernommen haben.

Das Bombenattentat auf das Hauptquartier der Syrischen Nationalen Sicherheit und ihrer Kriseneinheit in Damaskus.

Es gibt noch eine Menge unbeantworteter Fragen über das Attentat in nordwestlichen Damaskus im Viertel Al-Rawda am 18. Juli 2012. Es ist wenig bekannt, wie es tatsächlich passierte. Außerdem haben das syrische Fernsehen und die Medien keine Szenen davon gezeigt, an die sich die Leute schon gewöhnt haben. Das kann mit der Natur der Sicherheitsörtlichkeit zusammenhängen.

Die Schlüsselfiguren der syrischen Geheimdienst- und Militärführung Dawoud Rajiha, Assef Shawkat und Hassan Turkmani wurden am 18. Juli getötet. Rajiha war der syrische Verteidigungsminister, stellvertretender Premierminister und stellvertretender Oberkommandierender der syrischen Streitkräfte. Assef Shawkat war stellvertretender Verteidigungsminister und Ehemann von Bashar Al-Assads älterer Schwester Bushra. Hassan Turkmani war syrischer stellvertretender Vizepräsident, Chef der syrischen Krisenmanagement-Operationen und Armeegeneral, der von 2004 – 2009 Verteidigungsminister gewesen war. Hisham Ikhtiyar, Chef des syrischen Nationalen Sicherheitsbüros wurde beim Attentat verletzt und starb an seinen Verletzungen zwei Tage später am 20. Juli. Diese Männer bildeten zusammen die Kriseneinheit.

Man sollte auch den biographischen Hintergrund dieser hohen syrischen Beamten im Kopf behalten, der die Behauptungen widerlegt, dass die syrische Regierung ein Alawiten-Regime ist. Shawkat war Alawit, Raijha war griechisch-orthodoxer Christ, Ikhtiyar ein Sunni und Turkmani war sowohl ethnischer Turkomane und ein Sunni-Moslem.

Die Beseitigung der Kriseneinheit wurde von einem ausländischen Geheimdienst durchgeführt

Saudische Quellen haben berichtet, dass die syrischen Beamten von Maher Al-Assad ermordet wurden, dem Kommandanten der syrischen republikanischen Garde und jüngerer Bruder von Al-Assad, weil es zwischen ihnen zum Streit gekommen war. Der General war für eine politische Lösung statt einer militärischen. [3] Pakistanische Quellen behaupten, direkte Berichte von den Tätern erhalten zu haben, in denen es hieß, dass Maher Al-Assad ebenfalls beim Attentat verwundet wurde. [4] Die Pakistaner veröffentlichten dies:

„Alle kamen pünktlich, aber Maher Al-Assad nicht. Zwei für die Mission verantwortliche Männer warteten eine Weile und drückten den Knopf der Fernzündung, als der gefürchtete General Platz genommen hatte“, sagte die Quelle der [Syrischen Freien Armee].

„Unsere Leute machten ein Video aus sicherer Entfernung, das zu gegebener Zeit veröffentlicht wird“, enthüllte man unserem Korrespondenten [Naveed Ahmad]. Einer der Wagemutigen war Regierungsangestellter und arbeitete in dem Büro, wo der Sprengsatz platziert wurde, während der andere fremd war, laut obiger Quelle.
….
Die Quelle [der FSA] sagte, Maher hatte auch seinen besten Freund Ghassan Bilal zum Treffen mitgebracht. Maher Al-Assad wurde nicht auf der Beerdigung der Ermordeten gesehen und wurde tatsächlich ernsthaft verwundet, manche sagen enthauptet.“[5]


Was die pakistanische Quelle enthüllt, ist unzuverlässig aus mehreren Gründen. Ersten ist die Glaubwürdigkeit der FSA extrem fragwürdig. Die FSA hat ein langes Register von wertloser Propaganda und Lügen. Syrien hat auch die Behauptung von der FSA-Teilnahme und einer ferngezündeten Bombe verneint. Libanons Al-Manar-Sender, das Mediennetzwerk der Hisbollah, hat berichtet, dass es zwei Bomben gegeben habe, von denen eine von Assef Shawkat unschädlich gemacht wurde.

Dies war in der Tat der zweite Versuch, eben diese Versammlung des Krisenstabs zu ermorden. Die durchgedrehte FSA, deren Terrorherrschaft mit brutalen und sinnlosen Attacken auf die syrische Bevölkerung und verschiedenen Akten von Gesetzlosigkeit und Terrorismus, behauptete am 20. Mai, eben diese Leute ermordet zu haben plus den Innenminister Mohammed-Shaar und Baath Parteiführer Mohammad Saeed Bkheitan. [6] Die Behauptungen der FSA erwiesen sich als falsch, als die genannten Persönlichkeiten im syrischen Fernsehen erschienen. Diesmal hat jedoch niemand unmittelbar die Verantwortung übernommen. Es herrschte Schweigen.

Die FSA wurde wohl von den USA und ihren Alliierten übergangen bei diesem Angriff. Stattdessen wurde der Angriff wahrscheinlich direkt entweder vom Geheimdienst eines NATO oder GCC-Staates oder einem Konsortium von Geheimdiensten durchgeführt mit der Absicht, die syrische Regierung zu stürzen.

Eine Operation Ajax in Damaskus

Dieses Attentat war ein sorgfältig koordiniertes Ereignis, das mit der Attacke auf Damaskus durch verschiedene bewaffnete Gruppen unter der Fahne der FSA durchgeführt wurde. Es ist klar, dass die USA und ihre Alliierten denselben taktischen Plan in Damaskus benutzten wie 2011 zum Sturz der Jamahiriya Regierung in Tripolis. Beide sind moderne Reinkarnationen der schändlichen Operation Ajax, eine 1953 durchgeführte Operation zum Sturz der demokratischen Regierung von Premierminister Mohammed Mossadegh im Iran. Washington und London installierten eine brutale und repressive Diktatur unter Mohammed-Reza Shah anstelle von Dr. Mossadeghs Regierung und Iran wurde von einer konstitutionellen Monarchie in eine de facto absolute Monarchie umgewandelt.

Das Ziel des Attentats auf die wichtigen Personen des Krisenstabs, das Rückgrat des syrischen Regimes, war zweigleisig. Die syrische Kommandostruktur sollte gelähmt werden, um den Widerstand gegen die anti- Regierungskräfte durcheinander zu bringen und in der Hierarchie von Regierung und Armee Panik zu erzeugen. Dieser psychologische Schlag sollte Furcht, Desertationen und Verrat hervorrufen, während die anti -Regierungskräfte gleichzeitig Damaskus stürmten.

Die Mainstream-Medien, die 'Bilder-schaffenden' Experten, wie Edwar Said sie nannte, spielten eine unterstützende Rolle bei der US-geförderten Belagerung von Damaskus. Die Herstellung eines Monopols der Information und der Ätherwellen waren auch Bestandteil des Geheimdienstkrieges. [7] Deswegen wurden die Signale des syrischen Rundfunk von den Arabischen Satellite Communications Organisation (Arabsat) und von Nilesat gesperrt, damit Syrien nicht den Behauptungen der USA und ihren Marionetten widersprechen kann. Gleichzeitig versuchen die USA und die EU auch, die iranischen Sender zu blockieren, die NATO und GCC Medienberichte herausfordern. Und deswegen haben die US- und britischen Medien auch die iranischen, russischen und chinesischen Medien so scharf angegriffen, weil sie die Flut an Falschinformationen der rückläufigen Netzwerke CNN, Fox News, France 24 und Al Dschasira herausfordern. [8]

Wie die ursprüngliche Operation Ajax 1953, an der die britische BBC teilnahm, sind die Sendungen der NATO und GCC-Staaten synchronisiert worden, um die Ereignisse vor Ort mitzugestalten. Der Medienkrieg wurde intensiviert, als die anti-Regierungskräfte ihren Angriff auf Damaskas starteten. Es sollten Panik und Furcht gesät werden in der Hoffnung, dass sich Regierung und Armee auflösen und die Hoffnung auf Widerstand verlieren. Das ultimative Ziel war, die syrische Bevölkerung zu demoralisieren und die Unterstützung für ihre Regierung aufzugeben.

Die Medien der NATO und GCC-Staaten insinuierten, dass Präsident Assad und seine Familie aus Damaskus nach Latakia geflohen seien und um Asyl in der russischen Botschaft nachsuchten. [9] Das Ziel war auch, Panik zu säen, aber sowohl Russland als auch die syrische Regierung wiesen diese Lügen zurück. Der russische Außenminister Sergei Lawrow sagte, dass Assad „nicht im Traum daran denke“, nach Russland zu fliehen. [10] Dies war die Wiederholung der Lüge des britischen Außenministers William Hague von 2011, dass Muammar Gaddafi aus Libyen nach Venezuela geflohen sei. [11] Dies entspricht der Behauptung des britischen Premiers David Cameron, dass Wladimir Putin ihm gesagt habe, dass Präsident Assad zurücktreten müsse. [12]

Ein neuer saudischer Geheimdienstboss: Rückkehr von Prinz 'Bandar Bush'

Kurz nach dem Attentat auf das syrische Sicherheitshauptquartier wurde am 19. Mai das königliche Dekret in Riyadh erlassen, um Prinz Muqrin bin Abdulaziz Al-Saud mit Prinz Bandar bin Sultan Al-Saud als Generaldirektor des Außengeheimdienstes des Königreichs Saudiarabien zu ersetzen.

Seit 2005 ist Prinz Bandar Generalsekretär des Saudi Arabian Security Council gewesen, aber seine erneute Ernennung erstaunte allgemein und dient als Annahme, dass Saudiarabien ein aggressivere Außenpolitik führt. Was die Ernenung bedeutet ist, dass Saudiarabien voll im Dienst der USA in seinen Geheimdienstkriegen gegen Syrien und Iran steht, und dass Washingtons Leute in Riyadh den saudischen Geheimdienst, die Sicherheit und die Armee fest im Griff haben. Mit den Worten des Saudi-Kenners Jamal Khashoggi und des Bosses des Arab Network in Bahrain: „Bandar ist ziemlich aggressiv, keineswegs wie ein typischer vorsichtiger Saudi-Diplomat. Wenn das Ziel ist, Bashar ganz schnell zu stürzen, dann wird er freie Hand haben, zu tun, was er für richtig hält.“ [13]

Prinz Bandar, Sohn des verstorbenen Sultan bin Abdulaziz Al-Saud, ist eine der zentralen Figuren bei der Schaffung der Al Qaida und der Manipulierung militanteter Gruppen als geo-politische Werkzeuge für Washington seit dem Kalten Krieg gewesen. Er war saudischer Botschafter in den USA von 1983 -2005. Er ist eine Schlüsselfigur im Geheimdienstkrieg im Libanon gegen Hisbollah und ihre Verbündeten gewesen und war verwickelt in den Export der Fatah Al-Islam nach Libanon beim Versuch, der Hariri-Familie zu helfen, die Hisbollah und die Allianz 8. März zu bekämpfen.

Während er Botschafter in Washington war, wurde er zu einer der Schlüsselfiguren der Saudi-US-Beziehungen und entwickelte eine enge Beziehung zur Bush-Familie, was ihm den Beinamen 'Bandar-Bush' eintrug. Es wird berichtet, dass die Beziehung so eng war, dass selbst die CIA mit eingebunden war. Und außerdem kannte er Robert Gates seit langem, seit Gates Mitglied der CIA war und half, in Afghanistan Kämpfer gegen die Sowjets zu mobilisieren. [14]

2009 hat Bandar vielleicht versucht, in Saudiarabien einen stillen Coup durchzuführen, um seinen Vater, den Kronprinzen Sultan als neuen absoluten Monarchen zu installieren. Er wurde mehrere Jahre lang nicht gesehen und stand vielleicht unter einer Form von Arrest. Die Dinge änderten sich jedoch 2011 im arabischen Frühling; Prinz Bandar, der Mann Washingtons wurde wieder in der Öffentlichkeit gesehen.

Bandar ist vielleicht auch eine Schlüsselfigur in den saudischen Verhandlungen zum Erwerb von Atomwaffen. [15] Die United Press International schreibt: „Da der Iran gefährlicher wird und die USA nicht sehr gewillt sind, sich in militärischen Aktionen in Übersee zu engagieren, könnten Pakistan und Saudiarabien finden, dass erneute militärische und nukleare Zusammenarbeit die beste Art wäre, um die eigenen Interessen zu sichern“, meinten Christopher Clary und Mara E. Karlin, vormalige Pentagon-Berater für Südasien und den Nahen Osten. [16]

Das Bild, das UPI zeichnet, ist jedoch irreführend. Wenn jemand die Saudis drängt, Atomwaffen zu erwerben, dann ist es Washington. Aus denselben Gründen haben die USA auch das Saudi-Regime und die GCC schwer bewaffnet. Eine Dimension der US-Strategie ist klar: Washington will vielfältige und ständige begrenzte Konflikte im Nahen Osten schaffen, um die Region auszubluten und machtlos zu halten. Wie die Israelis wollen die USA ständigen Krieg im Irak, Libanon, Jemen, Syrien und selbst der Türkei. Indem die türkische Regierung überlistet wurde, ihre Brücken zu Syrien zu verbrennen, hat sie die Grundlage gelegt für die Destabilisierung der türkischen Republik.

Eine Geschichte über zwei Geheimdienst-Hauptquartiere


Nur Tage nach der Ernennung von Prinz Bandar und dem Attentat auf die Kriseneinheit in Damaskus wurde von einem Angriff auf das Geheimdienst-Hauptquartier in Riyadh in der Al-Fejr Press in Jemen berichtet und in den iranischen Medien
ausgiebig wiedergegeben. Dabei soll Bandars Stellvertreter, der stellvertretende Direktor des saudischen externen Geheimdienstes, beim Betreten des Gebäudes getötet worden sein. Gerüchte erzählen, dass auch Bandar verletzt oder getötet wurde. Saudiarabien äußerte sich nicht dazu.

Die Explosion in Riyadh ist kein Zufall. Es ist eine Vergeltung für die Attacke auf das syrische Sicherheits-Hauptquartier. Die Chancen, dass die Syrer die Operation durchgeführt haben, während alle ihre Kräfte auf die US-geführte Belagerung ihres Landes gerichtet sind, ist marginell, aber auch möglich. Dies ist Spekulation, aber am wahrscheinlichsten war es einer von Syriens Freunden und Alliierten, die an den Saudis Rache übten.

Eine ferngesteuerte Bombe wurde auch vor dem Gebäude des jemenitischen Geheimdienstes in Aden am 22. Juli gefunden. [17] Das folgte kurz auf die Ermordung eines jemenitischen Geheimdienstlers in der Provinz Bayda. [18] Was dies bedeutet, kann man auch nur spekulieren; es ist lediglich klar, dass die Geheimdienstapparate der arabischen Staaten auf's Korn genommen werden. Es gibt einen richtigen Krieg der Geheimdienste im Nahen Osten und dabei gibt es sicher Querverbindungen.

Die 'Neuorientierungs'-Politik von Bush Junior wird unter Obama manifest

In Jemen ist die nationale Armee erfolgreich gespalten worden, was genau das ist, was Washington, seine NATO und der GCC in Syrien wiederholen wollen. Der Regimewechsel ist nicht ihr einziges Ziel, sondern die Zerstörung und Balkanisierung der Syrischen Arabischen Republik. Sie wollen, dass Sektierertum und Balkanisierung in Syrien und im ganzen Nahen Osten Wurzel fassen. Anders gesagt, wenn die sogenannten geistigen Führer der Freien Syrischen Armee und anti-Regierungskräfte anfangen zu sagen, dass „Israel und die Sunnis Alliierte gegen die Shias sind“ oder dass „alle Alawiten ausgerottet werden müssen“, wird klar, dass das Endziel ist, die Völker des Nahen Ostens regional aufzuspalten und zu erobern, indem sie alle gegeneinander gehetzt werden.

Das ist Teil der Nahostpolitik, die Bush Junior 2007 als 'Neuorientierung' bezeichnete: „Die 'Neuorientierung', wie manche im Weißen Haus die neue Strategie genannt haben, hat die Vereinten Staaten näher an eine offene Konfrontation mit dem Iran gebracht und, in Teilen der Region, hat sie den sektiererischen Konflikt zwischen Shiiten und Sunniten vertieft.“ [19] Robert Gates, Bandars alter Kumpel, wurde ins Pentagon gebracht, um diese 'Neuorientierung' zu überwachen; sie wurde von Barak Obama beibehalten, dessen 'Neu-Beginn'-Rede in Kairo eine Erweiterung dieser Politik ist. Es lohnt, den New Yorker zu zitieren in Bezug darauf, was die 'Neuorientierungs'-Politik durchzusetzen begann: „[Washington] hat auch an geheimen Operationen gegen Iran und dessen Alliierten Syrien teilgenommen. Ein Nebenprodukt dieser Aktivitäten ist die Stärkung der Sunni-Extremisten-Gruppen, die eine militante Vision des Islam vertreten und feindlich gegen Amerika und freundlich gegenüber Al Qaida gesinnt sind.“ [20]

Unabhängig von der Haltung, die man gegenüber Präsident Assad und seiner Regierung einnimmt, muss betont werden, dass die Regierungen der USA, Englands, Frankreichs, der Türkei, Saudiarabiens und Katars unter dem Deckmantel der 'internationalen Gemeinschaft' sich nicht auf Basis der Sorge für das syrische Volk und sein Wohlergehen einmischen. Denn durch sie sind die Wörter 'Demonstranten' und 'Aktivisten' von den anti-Regierungs-Milizen und den ausländischen Geheimdiensten gekapert worden. Menschenfreundlichkeit und Menschenrechte sind nicht das Anliegen der US-Einmischung. Das ist ein Märchen für die Naiven. Geopolitischer Opportunismus ist im Spiel und alle involvierten Parteien haben Blut an ihren Händen.

Quelle: http://einarschlereth.blogspot.se/2012/08/der-syrische-geheimdienstkrieg-eine.html

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