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Gabi Weber: Noch mehr Gatekeeper – „Achse des Guten“ hat Cafe Palestine Freiburg „entdeckt“!

Der Versuch, Cafe Palestine Freiburg e. V. zu delegitimieren und zu stigmatisieren, geht in die nächste Runde, nun von der regionalen auf die nationale Ebene.

 Am 2.6.13 stellte David Harnasch (siehe unten) auf dem berühmt berüchtigten Blog "Achse des Guten" ("AchGut"), einen Artikel ein mit dem Titel "Cafe Judenhass erklagt sich Raum in der Uni Freiburg – BZ pennt" . Der Artikel stammt im Original von Jörg Huber und Simon Waldenspuhl, zwei Freiburgern (einer von ihnen ist Mitglied der DIG Freiburg), die über den Sieg von Cafe Palestine Freiburg gegen die Universität vor dem Verwaltungsgericht berichteten. (Näheres hierzu weiter unten)

Nach allem, was Cafe Palestine Freiburg an Schmähungen, Denunzierungen und persönlichen Beleidigungen seit der Gründung im Mai 2010 schon widerfahren ist, ist dieser nächste Schritt, von der "Achse des Guten" auf- bzw. angegriffen zu werden, nur logisch und keineswegs verwunderlich. Die Geschütze werden größer, je weniger man sich einschüchtern lässt.

Die Bezeichnung von Cafe Palestine Freiburg als "Cafe Judenhass" ist schlichte Schmähung und hat mit einer Auseinandersetzung nichts mehr zu tun. Der Verein soll stigmatisiert werden, damit Veranstaltungen gemieden werden und somit auch keine finanzielle Unterstützung mehr erfolgt. Außerdem sollen hierdurch mögliche Kooperationspartner von einer Zusammenarbeit abgeschreckt werden. Bis jetzt wurde versucht, JEDE Freiburger Einrichtung, einschließlich der Moderatoren,  die mit Cafe Palestine kooperiert haben, durch Briefe oder Anrufe einzuschüchtern und von einer Kooperation abzuhalten. Danke an Alle, die standhaft geblieben sind!

Die Gatekeeper sitzen nicht nur in Universitäten, Schulen, Stadtverwaltungen, Medien und vielen anderen öffentlichen Einrichtungen. Man denke nur an die Nakba-Ausstellung im Herbst 2010 in Freiburg zurück. Kaum waren die Programme der Stadtbibliothek gedruckt und wurden an das Freiburger Amtsblatt weiter geleitet, wurde die Kontroll-Maschinerie in Gang gesetzt. Sie reicht bis nach ganz oben, wie wir Freiburger wissen.

Einseitigkeits- und Antisemitismus-Vorwürfe, ja sogar (Neo-)Nazi-Vergleiche muss man sich gefallen lassen, wenn man die kriminelle Vergangenheit und die kriminelle Gegenwart des Staates Israel und seiner VertreterInnen kritisiert.
Natürlich darf man sich für Menschenrechte einsetzen, auch hier in Deutschland, aber um Himmels willen doch nicht für die Palästinenser!  Da ist es doch besser, zu schweigen, nicht anzuecken und keine unbequemen Fragen zu stellen!

Menschenrechte, ja schon – aber nur für die "Richtigen". Die weit verbreitete Doppelmoral kann sehr hilfreich dabei sein, über eventuell bestehende Gewissenskonflikte hinweg zu kommen.

Cafe Palestine Freiburg hat zwischenzeitlich einen Anwalt beauftragt, der "Achse des Guten" eine Unterlassungserklärung zukommen und diese bis am 10. Juli unterschrieben zurück senden zu lassen. Gleichzeitig wurde der Blog aufgefordert, die Bezeichnung "Cafe Judenhass" aus dem Internet zu entfernen.

Nachfolgend finden Sie ein wenig Recherche-Material, das dazu dienen soll, einen Teil des Netzes aus Antideutschen, Deutsch-Israelischer Gesellschaft, "Achse des Guten" und anderen Webseiten, wie "Publikative.org" sichtbar zu machen.

Gabi Weber, Freiburg
3.7.13

Die Gründer der  "Achse des Guten"  sind Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch.

AchGut schreibt über sich selbst:

"DIE ACHSE DES GUTEN ist ein Zusammenschluss von Journalisten und Schriftstellern. Ihr Weblog ist seit dem 6. September 2004 online, zählt zu den meist besuchten Deutschlands und ist für viele Leser zu einem Leitmedium für politische Analyse und Kritik geworden. DIE ACHSE DES GUTEN bietet Raum für unabhängiges Denken. Ihre Autorinnen und Autoren lieben die Freiheit und schätzen die Werte der Aufklärung. Sie versuchen populären Mythen auf den Grund zu gehen, und sind skeptisch gegenüber Ideologien. Die Themen des Weblogs reichen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bis zu Populärkultur, Reiseberichten und den Abenteuern des Alltags."


Jörg Huber
aus Freiburg
hat am 30.5.13 den Artikel "Muss die Freiburger Universität Hetze gegen Israel Raum geben?" auf seiner Homepage angekündigt und darauf hingewiesen, dass der Artikel von Publikative.org veröffentlicht wurde.
 

Huber schreibt auf seinem Blog über sich:

"Als Physiker beschäftigt mich die kritische Theorie der Naturwissenschaften. Für die Thementage gegen Antisemitismus organisiere ich Veranstaltungen. Meine Publikationen erscheinen in der Zeitschrift Bahamas und der Zeitung Jungle World und ich halte Vorträge."

Jungle World ist eine linke politische Wochenzeitung, die regelmäßig auch antideutsche Autoren zu Wort kommen lässt. Bahamas erscheint zwei – bis dreimal pro Jahr und wird der antideutschen Strömung zugerechnet.

Die "Thementage Antisemitismus" haben die Freiburger Antideutschen (Initiative Sozialistisches Forum) gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Freiburg 2011 als Reaktion auf die von Cafe Palestine Freiburg e. V. organisierte Konferenz "Palästina, Israel, Deutschland – Grenzen der offenen Diskussion" ins Leben gerufen. Die Badische Zeitung hat darüber berichtet.

Auf der Homepage der "Thementage…" wird Cafe Palestine Freiburg e. V. zu den "Vertretern des organisierten Antisemtismus in Freiburg" gerechnet.


David Harnasch hat den Artikel von Huber am 2.6. bei AchGut online gestellt. Er hat den Artikel, der von Huber "Muss die Freiburger Universität Hetze gegen Israel Raum geben?" genannt wurde noch zusätzlich mit der Überschrift "Cafe Judenhass erklagt sich Raum in der Uni Freiburg…." versehen.

Harnasch ist laut Wikipedia seit 2007 einer der Autoren von AchGut. Seine Artikel finden sich hier

Er schreibt über sich selbst auf seiner Homepage:


——————————————————————————————————————–
"
Herr Harnasch

Schreibt. Spricht. Reflektiert Licht. Berät.

DISCLAIMER für mittelerfolgreiche Theaterkritiker: Dies ist meine private Homepage. Ich spreche hier NICHT für meine Auftraggeber. Offenbar muss das für Leute des Jahrgangs 1974 erklärt werden, also bin ich so freundlich.

Ist Chefredakteur des Vierteljahresmagazins "liberal" der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit.

Und ist erreichbar unter
dharnasch [ät] web.de
sowie unter
0761 36305283

Vorschläge und Manuskripte für das Magazin sind willkommen, werden aber natürlich nicht notwendigerweise veröffentlicht.

Ist u.A. auch zu finden bei Welt Online im Video, schriftlich u.A. bei der Achse des Guten und dem Cicero, sowie im früheren Bewegtbild des Cicero (hier archiviert) und im noch älteren Videoblog "Bildschirmarbeiter".

War zu Gast bei arte in der Talkshow "Paris-Berlin".

Aktualisiert seine Facebook-Seite sehr viel häufiger als diese hier.
Ask me anything"
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Folgendes steht bei "Pluspedia":

"David Harnasch (* 15. Februar 1977[1] in Freiburg) ist ein deutscher Journalist.

Er ist Betreiber des Videoblogs Bildschirmarbeiter, in dem er sich kritisch mit dem Medium Fernsehen, vor allem mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk auseinandersetzt und deren Programm kritisiert. Insbesondere fokussiert er sich hierbei auf politische Sendungen.

David Harnasch ist freier Journalist und Chefredakteur des Magazins "liberal" der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.[2]. Für den Lokalsender TV Südbaden besuchte er als „Nachtschwärmer”  Clubs und Messen der Region und führte Interviews mit verschiedenen Künstlern und Prominenten, unter anderem mit Markus Kavka.[3] Außerdem ist Harnasch Autor beim publizistischen Netzwerk Die Achse des Guten, worüber die taz am 28.09.2005 berichtete.[4], sowie beim Blog Freunde der offenen Gesellschaft. Im mittlerweile eingestellten Nachrichtenportal zoomer.de veröffentlichte er regelmäßig Videos in der Kolumne „Meinungsmacher”. Im Tagesspiegel erscheinen gelegentlich Kommentare von ihm auf der Meinungsseite, z.B. zum Verteidigungsetat, außerdem schreibt er unregelmäßig für die Jüdische Allgemeine Zeitung.

Am 26. Februar 2009 strahlte der deutsch-französische Kultursender ARTE in der Sendung Paris-Berlin eine Debatte mit dem Titel „Welche Kultur fürs Fernsehen?” aus, in der David Harnasch als deutscher Gast neben französischen Fernsehgrößen mitdiskutierte.[5]

Seit Mitte 2009 war Harnasch hauptsächlich für das Politikmagazin Cicero tätig, für das er unter anderem den Juli-Aufmacher "Hurra, die Krise ist vorbei" schrieb. Bei Cicero Online erschien seit August 2009 auch seine Videokolumne regelmäßig exklusiv.

Nach dem Wechsel der Chefredaktion des Cicero von Wolfram Weimer zu Michael Naumann endete diese Zusammenarbeit. Die Videos erscheinen nun unregelmäßig bei Welt online. Zum Relaunch 2012 übernahm Harnasch das Vierteljahresmagazin "liberal" der Friedrich-Naumann-Stiftung als Chefredakteur."

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Die DIG Freiburg hat den Artikel,  von Waldenspuhl und Huber auch auf ihrer Homepage veröffentlicht. In einer Vorbemerkung heißt es bei der DIG Freiburg:

"Kommentar eines Mitgliedes der DIG Freiburg zum Fall Café Palestine vs. Universität Freiburg".

Einer der beiden Autoren des Artikels, Simon Waldenspuhl oder Jörg Huber,  ist also DIG-Mitglied

Der Artikel von Huber (und Waldenspuhl) erschien als Erstes am 30. Mai auf der Seite "Publikative". Diese Seite hat den alternativen Medienpreis und auch den Grimme Online Award erhalten.

Laut Wikipedia handelt es sich bei  Publikative.org um..

"Publikative.org ist ein Blog, das von der Amadeu Antonio Stiftung betrieben wird. Es ging aus dem NPD-Blog (Untertitel: „Eine Dokumentation über die NPD und menschenfeindliche Einstellungen“) hervor, einem Watchblog, das seit 2005 von dem Journalisten Patrick Gensing ehrenamtlich erstellt wurde und kritisch über Aktivitäten der NPD und der rechtsextremen Szene mit dem Ziel „Recherche, Dokumentation, Aufklärung“ berichtete.[1]

Im Oktober 2011 wurde das Blog in Publikative.org umbenannt. Die Redaktion besteht nun aus Patrick Gensing, Andrej Reisin und Andreas Strippel.[2]"

Die Amadeu Antonio Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Ihr Ziel ist es, die Zivilgesellschaft zu stärken, die der rechtsextremen Alltagskultur, nicht nur in den östlichen Bundesländern, entgegentritt. Ihr Motto ist „Ermutigen, Beraten, Fördern“. Dafür werden Initiativen und Projekte unterstützt, die gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen und sich für demokratische Strukturen engagieren sowie für den Schutz von Minderheiten eintreten.

Patrick Gensing
(* 1974) ist Nachrichtenredakteur bei tagesschau.de und war als Autor für Panorama und das ARD-Nachtmagazin sowie weitere tätig. Außerdem schreibt er für verschiedene Medien. Er schrieb auch für den Zeit Online-Blog Störungsmelder. Gensing ist Referent der Medienakademie von ARD und ZDF zum Thema „Neonazis und Internet“.

Seit März 2006 ist Gensing Mitherausgeber und Redakteur für das Internet-Projekt NPD-Blog,[1] das 2007 für den Grimme Online Award nominiert war.[2] 2007 war er für den Goldenen Prometheus in der Kategorie „Online-Journalist des Jahres“ nominiert. Im Mai 2009 erreichte er in der Kategorie Internet den 3. Platz des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten.[3][4] Im Oktober 2011 wurde das NPD-Blog in Publikative.org umbenannt. [5] 2013 wurde es für den Grimme Online Award in der Kategorie Information mit der Begründung nominiert, Publikative.org habe sich als eine zentrale Informationsplattform über Rechtsextremismus in Deutschland etabliert.[6]"

Der Artikel von Huber steht unter anderem noch auf folgenden Homepages: 

http://www.compass-infodienst.de/Antisemitismus.11810.0.html
http://www.hagalil.com/archiv/20

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