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German Foreign Policy Newsletter: The Day After

Newsletter vom 30.07.2012 – The Day After

BERLIN/WASHINGTON/DAMASKUS (Eigener Bericht) – Deutsch-amerikanische
Pläne zur Umgestaltung Syriens nach westlichem Modell stoßen bereits
vor dem möglichen Sturz des Assad-Regimes auf Widerstände. Schon seit
Monaten sind Regierungsberater von der Berliner Stiftung Wissenschaft
und Politik (SWP) mit Vorbereitungen für Sofortmaßnahmen nach einem
Umsturz in Damaskus befasst. Die Planungen werden gemeinsam mit dem
staatsfinanzierten U.S. Institute of Peace (USIP) und etwa 45
syrischen Oppositionellen in der deutschen Hauptstadt vorangetrieben.
Sie zielen darauf ab, so schnell wie möglich ein prowestliches Regime
in Damaskus zu installieren. Im Land selbst jedoch zeichnet sich ab,
dass einflussreiche aufständische Milizen sich dem Westen keineswegs
unterordnen wollen und auf Eigenständigkeit beharren; dies geht etwa
aus einer Studie hervor, die exemplarisch einen militärischen Verband
von Rebellen nahe Aleppo untersucht. Man werde, heißt es, den teils
islamistisch orientierten Milizen größeren Einfluss auf die
Neugestaltung Syriens zugestehen müssen. Eine stärkere Rolle
islamistischer Kräfte in Syrien sehen auch die von der SWP und dem
USIP in Berlin entwickelten Pläne vor. Sie sind geeignet, das Bündnis
zwischen Syrien und Iran auf absehbare Zeit zu beenden und Teheran
noch stärker zu isolieren.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58386

 

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