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German Foreign Policy – Willkommen im Krieg – Newsletter

Willkommen im Krieg (III)

11.10.2012

 

BERLIN/KÖLN/FRANKFURT (Eigener Bericht) – Das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen beteiligt sich erneut an der Lancierung von Kriegspropaganda. Der Spielfilm "Auslandseinsatz" des Westdeutschen Rundfunks (WDR) soll den Produzenten zufolge das "subjektive Empfinden" der in Afghanistan "Wiederaufbauarbeit" leistenden Bundeswehrsoldaten "in den Mittelpunkt" der Betrachtung rücken. Bevor die ARD den Streifen in der kommenden Woche zur besten Sendezeit ausstrahlt, wird er am heutigen Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse einem internationalen Publikum präsentiert. Staatliche Stellen haben "Auslandseinsatz" mit mehr als einer halben Million Euro gesponsert; Unterstützung erfuhren die Filmemacher zudem von den "Presseoffizieren" der deutschen Streitkräfte. In der Öffentlichkeit hingegen stieß das öffentlich-rechtliche Propagandawerk bereits auf deutliches Missfallen: Eine sogenannte Preview des Films konnte nur unter Protesten stattfinden.

 

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Roland Blach u. a. (Hg.): Jetzt entrüsten!
11.10.2012
Hochschulen: Zukunftswerkstätten oder Kriegs-"Dienstleister"?
Stuttgart 2012 (Peter-Grohmann-Verlag)
47 Seiten
4,50 Euro
ISBN 978-3-944137-01-8
 
Unter dem Motto "Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen" fand Mitte Juni dieses Jahres eine zweitägige Konferenz am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. Die Veranstalter – Friedensaktivisten, Gewerkschafter, Studierende und Wissenschaftler – hatten sowohl Zeit als auch Ort bewusst gewählt: 25 Jahre zuvor waren die Räumlichkeiten der Universität Karlsruhe, die heute Teil des KIT ist, Schauplatz eines viel beachteten Symposiums gegen die Rüstungsforschung an deutschen Hochschulen. Die Initiative hierzu ging von Werner Buckel aus, bis zu seiner Emeritierung 1985 Direktor des Physikalischen Instituts der Karlsruher Universität. Den Initiatoren des diesjährigen Kongresses gilt Buckel somit nicht ohne Grund als Vorkämpfer gegen die Militarisierung des Wissenschaftsbetriebs – und als "einer der Väter der Zivilklausel", mit der Forschungs- und Bildungseinrichtungen auf ausschließlich friedliche Zwecke verpflichtet werden sollen.
 

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