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Unterstützer der Wander-Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“

Poster der durch den Freiburger OB zensierten Nakba-Ausstellung, November 2010

 

 

 

Presse-Erklärung zur Wander-Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“

Namhafte Unterstützer für Palästina-Ausstellung gewonnen

48 namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Kirchen, Medien und Kultur unterstützen jetzt die seit April 2008 durch die Bundesrepublik wandernde Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“. Der
Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. hat die Ausstellung erstellt, Konzeption und Umsetzung wurden vom Evangelischen Entwicklungsdienst und der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg gefördert. Die Ausstellung will die in Deutschland weithin unbekannte palästinensische Sichtweise auf die Ursachen des Nahostkonflikts in der Öffentlichkeit bewusst machen. Die Unterstützer der Ausstellung bekennen sich in einer gemeinsamen Erklärung zu diesem Anliegen und halten die Ausstellung für ein dafür überzeugendes Mittel. Nach ihrer Auffassung kann es ohne Verständnis für die berechtigten Anliegen sowohl der israelischen, als auch der palästinensischen Seite zwischen beiden keinen Frieden geben.

Die Unterstützer wollen mit ihrer Erklärung insbesondere dem zunehmenden Widerstand gegen die Nakba-Ausstellung entgegentreten, der vor allem von deutsch-israelischen und christlich-jüdischen Gesellschaften, jüdischen Gemeinden und aus Kreisen der Linken getragen wird. Dieser Widerstand zielt nicht auf eine Diskussion über die Ausstellung, sondern hat deren Verunglimpfung bzw. Verhinderung zum Ziel. Er fügt sich in die permanente  Antisemitismusdebatte, die Israel-kritischen Sichtweisen auf den Nahostkonflikt grundsätzlich Antisemitismus unterstellt. Der Widerstand will einen unzensierten Blick auf die Ursachen des Nahostkonflikts und eine ernsthafte Debatte darüber verhindern. Dies schadet nicht nur einer Lösung des Konflikts, sondern beschädigt die politische Diskussionskultur.

Trotz der Widerstände konnte die Ausstellung seit April 2008 in 80 Orten gezeigt werden, mehrere zehntausend Besucher haben die Ausstellung gesehen und 10.000 Ausstellungskataloge konnten verkauft werden. Dies macht ein großes öffentlichesInteresse an der Thematik deutlich und Verhinderungsversuche umso fragwürdiger. Trotzdem scheinen sich aber potentielle Raumgeber zunehmend von den Verunglimpfungen beeindrucken zu lassen. Um auch in Zukunft weitere Veranstalter zu ermutigen, die Nakba-Ausstellung zu zeigen und um politische Ängstlichkeit und Voreingenommenheit zu überwinden, wurden namhafte Unterstützer für die Ausstellung gesucht und gefunden. Die Unterstützerliste unterstreicht, dass es nicht nur legitim, sondern an der Zeit und dringend notwendig ist, neben der in Deutschland tief verinnerlichten israelischen Sichtweise auch die palästinensische Sichtweise auf die Ursachen des Nahostkonflikts ins Bewusstsein zu rücken.

 

Pfullingen, 28.9.2012
Ingrid Rumpf
für Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
Birnenweg 2
72793 Pfullingen
irumpf@lib-hilfe.de, Tel.: 07121/78556

 

Wir unterstützen das Anliegen der Nakba-Ausstellung und halten sie für ein überzeugendes Mittel, die in Deutschland weitgehend unbekannte palästinensische Sichtweise auf die Ursachen des Nahostkonflikts in der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Ohne Verständnis für die berechtigten Anliegen beider Seiten kann es keinen Frieden geben.

Abdul-Rahman Alawi, Verleger u. Diplomat a.D.
Dr. Franz Alt, Journalist u. Autor
Uri Avnery, israelischer Friedensaktivist (Gush Shalom)
Prof. Dr. Helga Baumgarten, Politikwissenschaftlerin u. Autorin
Judith Bernstein, Friedensaktivistin, und Dr. Reiner Bernstein, Historiker
Dr. Norbert Blüm, Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung a.D.
Daniel Cil Brecher, Historiker u. Autor
Eitan Bronstein, israelischer Friedensaktivist (Zochrot)
Sumaya Farhat-Naser, palästinensische Friedensaktivistin u. Autorin
Dr. Gerhard Fulda, Botschafter a.D.
Prof. Dr. Johan Galtung, Friedensforscher
Günter Grass, Schriftsteller
Prof. Dr. Alfred Grosser, Soziologe, Politikwissenschaftler u. Publizist
Annette Groth, MdB
Prof. Dr. Stéphane Hessel, ehem. Diplomat u. Lyriker
Ulrich Kienzle, Journalist u. Publizist
Manfred Kock, ehem. EKD-Ratsvorsitzender
Felicia Langer, israelisch-deutsche Menschenrechtsaktivistin u. Autorin
Dr. Michael Lüders, Politik-, Islamwissenschaftler u. Publizist
Prof. Dr. Georg Meggle, Philosoph
Abraham Melzer, Verleger
Dr. Hajo G. Meyer, Physiker u. Autor
Reuven Moskowitz, israel. Friedensaktivist (Mitbegründer von Neve Shalom/Wahat
Assalam)
Dr. Rupert Neudeck, Journalist, Gründer von Cap Anamur e.V. u. Grünhelme e.V.
Dr. Bahman Nirumand, Publizist
Domkapitular Dr. Paul Oestreicher, Politologe, Theologe u. Friedensaktivist
Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler u. ehem. MdB
Prof. Dr. Peter Pawelka, Politikwissenschaftler
Viola u. Dr. Mitri Raheb, Theologen u. palästinensische Friedensaktivisten
Eberhard Renz, Altlandesbischof
Clemens Ronnefeldt, Theologe u. Friedensreferent beim Internationalen Versöhnungsbund
Prof. Dr. Werner Ruf, Politikwissenschaftler
Dr. Martin Schneller, ehem. Botschafter
Prof. Dr. Peter Scholl-Latour, Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft
Salah Abdel Shafi, Botschafter
Hans von Sponeck, ehem. UN-Diplomat
Otmar Steinbicker, Journalist u. Herausgeber des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de
Christian Sterzing, Jurist u. ehem. MdB
Dr. Peter Strutynski, Politikwissenschaftler u. Sprecher des Bundesausschuss
Friedensratschlag
Alexandra Thein, MdEP, Delegierte für die Beziehungen u.a. zum Palästinensischen
Legislativrat und zu Israel
Prof. Dr. Tugendhat, Philosoph
Prof. Dries van Agt, Ministerpräsident a.D. der Niederlande
Prof. Dr. Rolf Verleger, Psychologe u. ehem. Delegierter im Direktorium des Zentralrats der
Juden in Deutschland
Konstantin Wecker, Musiker
Prof. Dr. Jean Ziegler, Soziologe, Politiker u. Autor
Andreas Zumach, Journalist u. Publizist

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